Unterlidstraffung auf einen Blick

  • Fachbezeichnung untere Blepharoplastik
  • Eingriffsdauer 1 - 2 Stunden
  • Narkose örtliche Betäubung, Dämmerschlaf
  • Eingriffsart ambulant
  • Nachsorge Fäden ziehen nach 5-7 Tagen
  • Gesellschaftsfähig nach ca. 7 - 10 Tagen

Unterlidstraffung (untere Blepharoplastik)

Die Augenpartie ist entscheidend für den Eindruck, den unser Gesicht vermittelt. Ein müder und trauriger Blick verrät nicht immer etwas über unseren Gemütszustand. Häufig sind sogenannte Tränensäcke für einen erschöpften Gesichtsausdruck verantwortlich. Mit fortschreitendem Alter erschlafft die zarte dünne Haut am Unterlid und es bilden sich Hautüberschüsse, die zu unansehnlichen Tränensäcken werden. Lagert sich zusätzlich Fettgewebe in die Hautfalten ein, wirken die Augenlider geschwollen und wölben sich wulstartig vor. Eine operative Straffung der Unterlider kann hier Abhilfe schaffen. Die Lidkorrektur verleiht dem Gesicht wieder ein frisches und erholtes Aussehen. Bei dem Eingriff wird überschüssiges Gewebe über einen unauffälligen Hautschnitt unter dem Wimpernkranz entfernt und das Unterlid anschließend gestrafft. 

Wichtige Fragen zur Unterlidstraffung

Durch die unauffällige Schnittführung entlang des unteren Wimpernkranzes bleibt die Narbe nahezu unsichtbar. Schon nach wenigen Wochen beginnt die kleine Narbe zu verblassen und ist später nur noch bei ganz genauem Hinsehen zu erkennen. Mitunter können wir den Schnitt auch innerhalb des Augenlides setzen. In diesem Fall bleiben keine Spuren des Eingriffs zurück. 

Spätestens wenn alle Begleiterscheinungen des Eingriffs – also Schwellungen und blaue Flecken – abgeklungen sind, zeigt sich der Augenbereich deutlich verjüngt. Das Gesicht wirkt insgesamt frischer und wacher – die Augen gewinnen an Strahlkraft und Ausdruck. Eine professionell durchgeführte Lidstraffung schenkt dem Patienten für viele Jahre ein jüngeres vitaleres Aussehen. 

Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, sollte der Eingriff unbedingt in den Händen eines erfahrenen Facharztes für plastisch-ästhetische Chirurgie liegen. Zwar werden Lidstraffungen auch von Schönheitschirurgen durchgeführt, doch sagt diese Bezeichnung nichts über eine entsprechende Qualifikation als Facharzt aus. Unbefriedigende ästhetische Ergebnisse sind in den meisten Fällen auf unzureichende Fachkenntnis und mangelnde Erfahrung zurückzuführen.

Ja – das kann gegebenenfalls sogar sinnvoll sein. Der Patient muss sich nur einmal einem Eingriff unterziehen, nur einmal die Ausheilungsphase durchmachen und fällt auch nur einmal beruflich aus. Allerdings handelt es sich dabei um einen umfangreicheren Eingriff. Dadurch sind deutlich ausgeprägtere Schwellungen und Blutergüsse zu erwarten und es ist eine etwas längere Erholungsphase einzuplanen. 

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff ist auch nach einer operativen Lidkorrektur mit vorübergehenden Schwellungen und Blutergüssen zu rechnen, die nach und nach abklingen. Manche Patienten klagen anfänglich über verschwommenes Sehen oder auch Doppelbilder. Diese Phänomene geben sich erfahrungsgemäß nach wenigen Tagen von selbst. 

Verläuft die Heilungsphase normal, sind in der Regel alle Begleiterscheinungen und Nebenwirkungen nach 1 – 2 Wochen verschwunden. Dann kann der Patient wieder seiner Arbeit nachgehen und gesellschaftlichen Verpflichtungen nachkommen. Körperliche Anstrengung und sportliche Betätigung sollte man allerdings in den ersten 3 – 4 Wochen noch meiden. 

Die Form des Auges wird durch eine Lidkorrektur nicht beeinflusst. Lediglich der Ausdruck verändert sich – die Augen wirken wacher, das Gesicht frisch und erholt. 

Bei gesunden Menschen gibt es keine Einschränkungen und Bedenken. Risikofaktoren für einen Eingriff können unter anderem Stoffwechselstörungen, Kreislaufprobleme, trockene Augen oder Augenkrankheiten sowie Schilddrüsenerkrankungen sein. Ob bei solchen Patienten eine Lidkorrektur durchgeführt werden kann, hängt von individuellen Faktoren und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Diese Fragen lassen sich in einem persönlichen Beratungsgespräch klären.

Wann ist eine Unterlidstraffung sinnvoll?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten – das hängt viel vom subjektiven Empfinden jedes Einzelnen ab. Es kann viele Gründe für eine Lidstraffung geben. Manche Menschen empfinden bereits Ansätze von Tränensäcken als Schönheitsmakel und wünschen sich eine vitalere und jüngere Ausstrahlung. Andere wieder stören sich erst daran, wenn die erschlaffte Haut an den Unterlidern sehr stark ausgeprägt ist. Dann können Tränensäcke durchaus zu einer erheblichen psychischen Belastung werden. Die Betroffenen fühlen sich unsicher, empfinden sich nicht mehr als attraktiv und leiden sichtlich an ihrem Erscheinungsbild. In seltenen Fällen kann eine Straffung des Unterlides erforderlich sein, weil das Gewicht der Tränensäcke die Lidkante nach unten zieht und das rötliche Augeninnere sichtbar wird. 

Vor der Lidstraffung

Ein ausführliches Beratungsgespräch ist grundlegend für die Entscheidungsfindung, ob der Patient eine Lidstraffung durchführen lassen möchte. Hier können alle offenen Fragen eingehend erörtert werden – auch genaue Aufklärung über Behandlungsablauf und mit dem Eingriff verbundene Risiken gehören dazu. Ist die Entscheidung gefallen, definieren wir gemeinsam mit dem Patienten ein Behandlungsziel und besprechen, wie es am besten in das gewünschte Ergebnis umgesetzt werden kann. Auch die Frage der Kosten wird hier behandelt. Eine gründliche Untersuchung und Anamnese klären, ob der Patient individuelle Risikofaktoren und Vorerkrankungen mitbringt. Dazu können Erkrankungen des Auges, Stoffwechselstörungen, Kreislaufprobleme oder Schilddrüsenerkrankungen zählen. Für Patienten, die zu überschießender Narbenbildung neigen oder an einer genetisch bedingten Narbenbildungsstörung leiden, ist eine Lidstraffung nicht geeignet.

Um einen komplikationslosen Ablauf zu gewährleisten, sollten blutverdünnende Medikamente zwei Wochen vor dem Operationstermin abgesetzt werden. In diesem Zeitraum ist es auch empfehlenswert, nicht zu rauchen und auf Alkohol zu verzichten, da beides den Heilungsverlauf ungünstig beeinflussen kann.

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Ablauf einer Lidstraffung

In unserer Praxisklinik führen wir alle Eingriffe und Behandlungen nach neuesten medizinischen Erkenntnissen und modernsten technischen Standards durch. Lidstraffungen werden ausschließlich von unseren qualifizierten Fachärzten für plastisch-ästhetische Chirurgie – Dr. Christopher Wachsmuth und Dr. James H. Völpel – vorgenommen.

Die Lidstraffung kann in der Regel ambulant mit Lokalanästhesie durchgeführt werden. Auf Wunsch ist in speziellen Fällen auch eine Behandlung in Dämmerschlaf oder Allgemeinnarkose möglich. Eine Korrektur des Unterlids nimmt je nach individueller Ausgangslage 1 – 2 Stunden in Anspruch. Im ersten Schritt zeichnen wir den zu entfernenden Bereich sorgfältig auf der Haut an. Ist die Betäubung erfolgt, setzen wir einen unauffälligen Schnitt direkt unterhalb des Wimpernkranzes. In manchen Fällen ist auch eine Schnittführung im inneren Lidbereich möglich, die von außen gänzlich unsichtbar bleibt. Eine professionell durchgeführte Lidkorrektur beschränkt sich nicht darauf, überschüssige Haut zu entfernen und das Lid zu straffen. Um ein lang andauerndes und gutes Ergebnis zu erzielen, beziehen wir auch darunterliegende Gewebsstrukturen in die Korrektur ein. Entnommenes Fettgewebe kann gegebenenfalls zur Modellierung des Unterlidbereichs genutzt werden. So lässt sich – falls erforderlich – der Übergang zum Jochbein fließend gestalten. Je nach Symptomatik kann auch eine leichte Korrektur der Augenmuskulatur erforderlich sein. Sie wird entsprechend an die neuen anatomischen Gegebenheiten angepasst und verleiht dem unteren Lidrand Stabilität. Nach Beendigung des Eingriffs verschließen wir den Hautschnitt mit einer feinen Naht und stabilisieren den Bereich mit kleinen dünnen Pflastern. Ist eine Straffung von Ober- und Unterlidern erforderlich, können beide Korrekturen in einem Eingriff erfolgen. 

Nach der Unterlidstraffung

Nach dem Eingriff kann sich der Patient in Ruhe in unseren Praxisräumen erholen, bis er in Begleitung nach Hause gehen kann. Um eine optimale Wundheilung zu gewährleisten, sollte sich der Patient in den Tagen danach Ruhe gönnen. Meistens kommt es zu kleinen Blutergüssen und Schwellungen, die sich durch regelmäßiges Kühlen minimieren lassen. Auch ist es hilfreich, den Oberkörper beim Liegen und Schlafen etwas höher zu lagern, um Schwellungen entgegenzuwirken.

Bei einem Nachsorgetermin werden 5 – 8 Tage später die Fäden gezogen. Die Wundheilung nimmt etwa 10 Tage in Anspruch. Auch in den Wochen danach gilt es, den Bereich sehr vorsichtig zu behandeln – auf keinen Fall sollte man sich die Augen reiben. Bei normalem Heilungsverlauf haben sich Schwellungen und Hämatome spätestens nach 2 Wochen zurückgebildet und der Patient ist wieder voll gesellschaftsfähig. Trotzdem empfiehlt es sich, eine weitere Woche auf Sport und körperliche Belastung zu verzichten.

Wenn alle Nachwirkungen des Eingriffs abgeklungen sind und die Haut des Unterlids sich vollständig erholt hat, ist das Ergebnis der Lidstraffung sichtbar. Die unauffälligen Narben sind schon nach wenigen Wochen nur bei genauem Hinsehen zu erahnen. 

Risiken und Nebenwirkungen einer Lidstraffung

Lidstraffungen gehören in unserer Praxisklinik zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen. Liegt die Lidkorrektur in erfahrenen und qualifizierten Händen, ist sie nur mit geringen Risiken verbunden. Neben den bereits genannten, häufig auftretenden Begleiterscheinungen wie Schwellungen und Hämatomen, berichten manche Patienten nach dem Eingriff über leicht verschwommenes Sehen oder Doppelbilder. Vereinzelt treten auch vorübergehende Empfindungsstörungen auf. Diese Symptome geben sich erfahrungsgemäß schon nach wenigen Tagen. Hinzu kommen allgemeine Risiken wie Probleme bei der Wundheilung, wie sie nach jedem chirurgischen Eingriff auftreten können. 

Kosten für eine Unterlidstraffung

Die Kosten lassen sich nicht pauschal benennen, da jeder Mensch eine individuelle Ausgangslage und Ausprägung mitbringt. In die Preisgestaltung fließen viele verschiedene Faktoren, unter anderem auch die Art der gewünschten Narkose, mit ein. Daher können die Kosten individuell variieren. Natürlich erstellen wir nach einem ausführlichen Beratungsgespräch einen Kostenplan, der Aufschluss über die zu erwartenden Aufwendungen gibt.